Gebt den Frauen keinen Sekt!

Bild von vfldino

Bundesliga, 30. Spieltag: Borussia - Beevaubee 2:3

Und schon wieder stand eine Bustour auf dem Programm. Die letzte beim Spiel gegen die Bazies war noch in guter Erinnerung. Trotz Niederlage war ja eine sensationelle Stimmung im Bus gewesen. Und damit machten wir heute zu Beginn der Fahrt zum Spiel gegen die schwatzgelbe Borussia einfach weiter. Und ich sagte noch: "Gebt den Frauen keine Sekt!" Aber vergeblich. Frau Ütsch hatte sich reichlich bevorratet und es dauerte dann auch nicht lange, bis die Pornobrause ihre Wirkung zeigte.

Selten haben die sinnfreien Diskussionen solche Lacher hervorgebracht wie bei dieser Tour. Wer will denn jetzt wie mit wem und wie oft? Und immer vorneweg dabei Frau Ütsch mit ihren zahllosen Terminen. Sie sollte sich mal einen Terminkalender zulegen. Wartezeiten von bis zu sechs Wochen sind doch sehr lästig für ihre Verehrer. Den meisten reicht das einfache Mümmeln während der Busfahrt ja nicht mehr aus. ;-) Da wurde heute doch sehr detailliert geplant. Alles erinnerte doch sehr an die Ferkeltour vor ein paar Jahren, bei der Frau Ütsch, damals neu im Fanclub, in die Gepflogenheiten des Fandaseins eingeführt wurde. Auch sehr gut drauf war heute Frau Emm, die ja seit einiger Zeit ihre wieder gewonnene Freiheit genießt. Und eine Frage drängte sich auf: Was hatte Ali mit der ganzen Sache zu tun? Da blieben doch viele Fragen offen.

Für mich war mal wieder Zeit für den obligatorischen Gang durch den Bus mit Kamera. Dabei waren die üblichen mehr oder weniger trinkfesten Verdächtigen hinten im Bus, der aufstrebende Nachwuchs sowie auch einige neue Gesichter.

Wie immer legten wir unsere Zwischenstopps auf den Raststätten ein, wo wir auf weitere Gladbachfans aus der Region trafen. Fans der falschen Borussia waren dagegen nur selten zu sehen. Omi hatte sich heute für die kulinarische Versorgung besonders ins Zeug gelegt und hatte zu Schnitzeln, Frikadellen und belegten Brötchen sogar zweierlei Salat gemacht, wobei der eine leckerer als der andere war. Vielen Dank, Omi, für deine Mühe! Auch den zahllosen Helfern beim Bierkistenschleppen sei gedankt! Das ist wohl die größte Herausforderung, immer ausreichend Bier oben im Bus zu haben.


Mehr oder weniger angesäuselt trafen wir frühzeitig am Parkplatz des Borussiaparks ein. Es war noch Zeit für einen kurzen Gang in den Biergarten hinter der Nordkurve, bevor wir ins Stadion gingen. Natürlich war die Hütte ausverkauft beim Borussenduell. Nur was würde unsere Borussia gegen die schwatzgelbe Borussia heute ausrichten können? Angesichts unserer langen Verletztenliste waren die Erwartungen doch eher gedämpft.

Und eins fiel auf. Mal wieder waren sehr viele gelbe Trikots auch außerhalb des ausverkauften Gästebereichs zu sehen. Was sind das für Leute, die ihre Dauerkarten massenhaft an Gästefans weitergeben? Die Stimmung im Stadion war auch schon mal besser. Weder unsere Nordkurve noch der Gästeblock, der wohl auch mit Eventfans durchsetzt war, konnten mit Lautstärke überzeugen. Weiterhin herrscht doch sehr Uneinigkeit, was das Liedgut angeht. Und wieder einmal sorgte der übertriebene Einsatz von Großfahnen der Ultras unten im Block für Stimmungsboykott vieler Gladbachfans oben im Block. Sieht zwar schön aus, nützt der Mannschaft und der Stimmung aber gar nichts!

Das Spiel lief in der ersten Halbzeit an unserer Borussia komplett vorbei. Schon in der 2, Minute hatten die Zecken die erste Torannäherung. Reus köpft aber ein ganzes Stück über das Tor. In der 10. Minute gingen die Gäste dann verdient in Führung. Der Elfmeter, den Reus verwandelte, war aber etwas zweifelhaft. War das Foul von Dahoud nicht außerhalb des Strafraums?

Auch weiterhin war von unserer Borussia nichts zu sehen. Und sie hatte Glück, dass Sommer einen höheren Rückstand verhindern konnte. Erst in der 21. Minute traute sich Dahoud mal einen Volleyschuss zu, der aber am Tor vorbeirollte. Und weiterhin dominierten die Zecken. Strobl verhinderte mit einer Grätsche das 0:2. Ne, was waren wir heute schlecht. Bisher waren wir mit dem 0:1 gut bedient. Aber heute waren die Gäste spendabel. In der 43. Minute leisteten die Zecken sich einen Fehlpass in die Füße von Hahn, der direkt Stindl bediente. Stindl hatte keine Mühe damit, den Ausgleich zu erzielen. Mit dem überraschenden Zwischenstand ging es in die Pause.

Und schon zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es weiter mit den Geschenken. Eine abgewehrte Ecke von Wendt brachte dieser wieder scharf in den Strafraum und wurde von einem Zeckenbein ins eigene Tor abgefälscht! Jaaaaaaaaaaaa! Danke, danke...

Die Freude über die Führung dauerte nicht sonderlich lange, denn die Zecken legten jetzt eine Schippe drauf. Und in der 59. Minute musste Borussia den Ausgleich hinnehmen. Jetzt wurde es eher ein ausgeglichenes Fußballspiel. Beide Mannschaften hatten die Chance, wieder in Führung zu gehen. Leider zeigte es sich, dass Herrmann nach seiner langen Verletzungspause noch nicht wieder der Alte ist. Früher hätte er solche Chancen blind reingemacht. Diesmal scheiterte er am Torwart.

Würde es trotz der bescheidenen Leistung heute für einen Punkt reichen? Fast hätte es geklappt. Aber drei Minuten vor dem Abpfiff war Borussia bei einer Freistoßflanke unachtsam und die Flanke wurde mit dem Kopf ins Tor verlängert.

Bis zum Ende gelang es Borussia nicht mehr, gefährlich nach vorne zu kommen. Am Ende war es eine vermeidbare, aber trotzdem verdiente Niederlage. Etwas fehlte das Glück im Abschluss und die Gäste waren insgesamt bissiger im Spiel. Nur so kurz vor dem Abpfiff noch zu verlieren, war vermeidbar. Enttäuscht verabschiedete die Mannschaft sich von der Nordkurve.

Das Spiel hatte Borussia heute verdient verloren. Aber das konnte unsere gute Laune nicht verderben. Das musste wohl etwas mit der Hinfahrt und der Vorfreude auf die Rückfahrt zu tun haben. Die Stimmung hinter dem Block war auf jeden Fall sensationell.

Und am Bus angekommen, ging es mit der guten Stimmung direkt so weiter. Zumal die Sektvorräte von Frau Ütsch immer noch nicht aufgebraucht waren. Nur mit dem Flaschenöffnen tat sie sich mittlerweise doch schwer... ;-)

Der Schnappschuss des Tages: Frau Emm bei dem Versuch, Sekt zu trinken. Hier mein dringender Ratschlag: Den Becher mit der offenen Seite nach oben halten! Sonst landet der Inhalt wie hier zu sehen am Boden!

 

Die Rückfahrt war stimmungsmäßig kaum zu übertreffen, auch wenn der eine oder andere sich eine Auszeit gönnte. Wir sind schon ein bekloppter Haufen. Wie wäre die Stimmung erst gewesen, hätten wir gewonnen? Frauen außer Rand und Band, nehme ich an. Die Sache kann in diesem Jahr nur noch durch eins getoppt werden. Die Sonderzugfahrt am letzten Spieltag!

Kurz nach Mitternacht waren wir wieder in Siegen. Es war eine der besten Bustouren überhaupt. Und das trotz einer Niederlage! Wo soll das noch hinführen? Mittlerweile sind unsere Busse bessere Stimmungstouren als die der Sauerländer. Und das will schon was heißen. Und woran liegt das? Keiner hat auf mich gehört, als ich gesagt habe: Gebt den Frauen keinen Sekt!

Hammer...

Die Fahrt war der Hammer, Dein Bericht wie immer auch Dino 

Aber eins steht fest, auch zur letzten Tour gibts Sekt für die Frauen! Ohne uns hättet ihr doch nur halb so viel Spass

 

Freu mich jetzt schon!

 

LG Frau Ütsch

 

 

Gebt den Frauen keinen Sekt...

Aber dran denken: Bei der Sonderzugfahrt ist Glasflaschenverbot! Aber ich denke, im Partyabteil gibt es bestimmt auch Pornobrause zu erwerben.