Erfolgreiche Tour ins Schwabenland

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Bundesliga, 7. Spieltag: Vaueffbeh Studdgard - Borussia 1:3

Der Anfang war mit dem Sieg gegen Augsburg gemacht. Doch Zeit zum Ausruhen gab es kaum. Denn schon stand die nächte englische Woche für Borussia an. Und in Stuttgart sollte es zur Begegnung der Krisenclubs kommen, die erst am letzten Spieltag die ersten Punkte eingefahren hatten. Mit einem Neunsitzer machten wir uns auf den Weg. An Bord waren Fahrer Gandalf, Tine, Omi, Greenhorn Stefan, einem zur Borussia konvertierten ehemaligen Bazi-Fan aus Flipperswinkel, Fossi, Hille, das Bo und ich. Wir fuhren im Konvoi mit Popeye, der seine Freundin und Osram mitnahm.

Die Hinfahrt entwickelte sich dank der Besetzung Fossi - Hille - das Bo zu einer Odyssee mit Pinkelstopps auf fast allen vorhandenen Raststätten und Parkplätzen. Bereits kurz nach Beginn der Fahrt nervten die Kirmesblasen von der hinteren Bank unseren armen Fahrer Gandalf mit Haltewünschen. Dabei entwickelte insbesondere Fossi eine unglaubliche Kreativität, Gandalf zum Halten zu überreden. Der beste Spruch dabei war: "Ich glaube, du hast ein Reh überfahren, guck mal nach!" Und kurz vor Stuttgart stellte ich fest: "Das Bo kann sprechen!"

So langsam kam die Erkenntnis, dass wir besser etwas früher losgefahren wären. So langsam wurde die Zeit doch etwas knapp. Den von Fossi und mir angestrebten Besuch der Gaststätte des Polizeisportvereins in Stadionnähe konnten wir wohl vergessen.Immerhin kamen wir einigermaßen staufrei durch bis zum von Navi Tine ausgeguckten Wohngebiet in Stuttgart-Feuerbach, wo wir parkten, um dann mit der U-Bahn bis in Stadionnähe zu gelangen.

Trotzdem war noch ein gutes Stück zu laufen. Dabei gingen Omi und die Kirmesblasen am Abzweig zum Parkplatz vorrübergehend verloren. Aber Sorgen machten wir uns keine. Um Omi sowieso nicht. Und Fossi hatte bisher immer den Weg gefunden, egal wie überhopft er war. Und wir behielten recht. Nachdem wir die recht oberflächlichen Einlasskontrolle am Stadion überstanden und unsere Plätze im Gästeblock eingenommen hatten, tauchten die Vermissten rechtzeitig vor dem Anpfiff im Block wieder auf und gesellten sich wieder zu uns.

50.000 Zuschauer machten das Spiel trotz der Tabellensituation zu einer stimmungsvollen Angelegenheit. Die Gastgeber waren erwartungsgemäß zu Spielbeginn etwas aktiver, aber ohne Erfolg. Borussia machte es besser. Mit einem Doppelschlag durch Xhaka mit einem Kopfball nach Freistoß von Raffael in der 16. Minute und einem Eigentor nach Kopfball von Herrmann nur drei Minuten später schockte Borussia die Schwaben. Danach hatten Dahoud und Raffael die Chancen, schon frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen, vergaben aber ihre Chancen. So wurde das Spiel nach dem dann etwas überraschenden Anschlusstreffer für Stuttgart durch Elfmeter kurz vor der Pause wieder spannend.

In der zweiten Halbzeit drängten die Schwaben auf den Ausgleich, vergaben aber ihre Chancen teilweise leichtfertig. Aber auch Borussia war vor dem Tor zu unkonzentriert und versemmelten beste Chancen, so dass es bis kurz vor Spielende spannend blieb. Erst in der 90. Minute wurden wir von Raffael erlöst, der bei einem der zahlreichen Konter das entscheidende 1:3 erzielen konnte! Danach war das Spiel gelaufen und wir konnten den ersten Auswärtssieg der Saison feiern. Endlich bewegte sich Borussia weg vom Tabellenende!

Zum Feiern des Auswärtssiegs bot sich der Cannstädter Wasen an, der unweit des Stadions Menschenmengen anzog. Groß war das Angebot an Sauf- und Fressbuden sowie Fahrgeschäften. Doch nur dem Riesenrad statteten wir einen Besuch ab. Von da aus hatten wir einen großartigen Blick auf das gesamte Gelände, dass wir anschließend zu Fuß durchquerten. Irgendwann hatten wir dann genug von dem bunten Treiben und wir fanden am Treffpunkt auch den Rest der Gruppe, unsere Kirmesblasen, wieder, die sich schon direkt nach Ankunft auf dem Festgelände in Richtung einer Bierquelle verabschiedet hatten.

Es kam noch zu einer kurzen netten Unterhaltung mit einheimischen Dirndl-Mädels, die unser Greenhorn im Schlepptau hatte. Dummerweise war es jetzt an der Zeit, die Rückfahrt in Augenschein zu nehmen. Die Mädels begleiteten uns noch eher zufällig bei der Rückfahrt mit der U-Bahn in Richtung Parkplatz in Feuerbach, bevor sich die Wege trennten. Die Rückfahrt war dank der Wirkung der Kaltgetränke weitgehend ungestört und zügig. Die Kirmesblasen hatten ihren Schlaf. Nach nur einem Pinkelstopp kamen wir irgendwann nach Mitternacht wieder in Siegen an.

Vielen Dank an Fahrer Gandalf für die viele Geduld mit den ewig nörgelnden Mitfahrern und Kirmesblasen sowie an Omi, die uns alle mal wieder mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt hat. Der Kartoffelsalat war einfach nur genial! Und die Schnitzel und Frikadellen sowieso! Omis Kochkünste sind bei so einer Fahrt das Tüpfelchen auf dem i!

 

 Hey Dino, sehr schöner

 Hey Dino, sehr schöner Bericht. Echt Top