Das Zweite mal in Berlin (2015)

Bild von Osram

11. Spieltag, Alte Dame - Borussia 1 : 4

Es war Freitag und Popey zusammen mit Mascha holten mich um 17.30 Uhr in Eiserfeld ab, um zum Auswärtsspiel nach Berlin zu fahren. Nach langer Fahrt endlich dort angekommen, wurden wir, trotz später Stunde, von Helga begrüßt. Nach freundlicher Umarmung setzen wir uns noch in die Lobby um etwas zu trinken. Dort passierte mir ein Missgeschick, denn ich stieß mein Glas um. Nachdem wir alle etwas getrunken hatten, ging es in die Falle. Helga war zusammen mit Birgit (Popeys Mutter) in einem Fernbus nach Berlin gereist. Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, trafen wir uns mit Fam. Rompf. Mit ihr haben wir Berlin unsicher gemacht. In den Straßen von Berlin hingen einige James Bond Plakate, vermutlich wegen des neuen Films. Jürgen Rompf sagte: „ Das ist mein Kollege.“ Dazu fiel mir spontan ein neuer Name für Jürgen ein – JR Bond -. Unter anderem besuchten wir auch die Bierbar am Alex. Nach einem kleinen Kulturprogramm ging’s in Richtung Kudamm und zum Hotel Scandic. Von dort aus fuhren wir Richtung Stadion. Dort hatte JR Bond noch einen Auftrag und zwar, die restlichen Karten zu verkaufen.
- Mission erfüllt -!
Auf der Terrasse am Stadion machten wir eine kleine Pause. Kurze Zeit später ging es in den Block. Vorm Eingang trafen wir noch Fossi + Co. Alle waren gespannt auf die Partie.

1. Halbzeit
Peter Sippel pfiff das Spiel in Berlin an. In der Anfangsphase spulte der Ball jede Menge Kilometer, die durch tolle Pässe zustande gekommen waren, ab. Berlin hatte die erste und dritte Torchance in der 5. + 15. Min. Kalou machte in diesen Szenen Kopfballversuche aufs Tor. Zuvor hätte auch Borussia, Dank eines Stindl – Schusses, in Min. 12 in Führung gehen können. Wenig später war Keeper Jarstein auf dem Posten, denn Raffael versuchte es in der 19. Min. Aber der Berliner im Tor konnte den Ball von der Linie kratzen. Beide Mannschaften waren mit aggressiver Defensivarbeit hinten und vorne hatten sie mit vielen Passstafetten zu tun. Es folgte eine gute Idee von Xhaka, der einen Pass auf den Elfmeterpunkt setzte. Dort hat Johnson dann das Spielgerät Wendt überlassen. Wendt zog ab aus 8 Metern unhaltbar ins Tor, 0:1 für Borussia in der 26. Min. Nach dem ersten Tor Jubel und wir wollten gerade aufhören, da setzte sich Raffael in der 28. Min. mit einem Solo durch und machte das 0:2 für den VfL und der Jubel begann erneut. Kurz vor der Halbzeit hatte Kalou den Schuss von Nordtveit mit dem Kopf abgewährt und musste mit Turban ab der 44. Min. weiterspielen. Danach war auch Pause.

2. Halbzeit
Kurz vor Wiederbeginn wechselte Hertha den verletzten Kalou aus und es kam zur 2. Hälfte Alexander Baumjohann. Der VfL hielt die Zügel weiter in der Hand. Berlin versuchte einige Angriffe, doch sie brachten nichts ein. Daraus ergaben sich Kontermöglichkeiten für die Gladbacher. Ein feiner Pass von Stindl in den Strafraum, wo Traore stand. Der hebelte die halbe BSC-Abwehr aus und kam zu Fall, indem Langkamp ihm an die Schulter fasste und dafür gelb sah. Traore nahm das Foul in der 54. Min. gerne an. Elfmeter für Borussia. Es stellte sich die Frage, wer zum Strafstoss antritt. Xhaka nahm sich den Ball und schoss in die Mitte – 0:3 für MG in der 55. Min. Auch nach dem Tor gab sich Berlin noch nicht geschlagen. Nach einer flachen Stocker-Flanke konnte Baumjohann, fünf Meter vor dem Tor stehend, den Ball nicht versenken, da Sommer parierte und in der 59. Min. den Ball abklatschen lies. Cigerci nahm das Angebot an, schoss in der 60. Min. aufs Tor, doch Sommer konnte den Ball fangen. In der 61. Min. wechselte der BSC-Trainer das 2. Mal aus. Somit standen zwei Brüder auf dem Spielfeld. Wer waren die Brüder? Tolga Cigerci ging vom Feld. Jetzt wechselte auch Andre Schubbert. Er wechselte Marvin Schulz für Mo Dahoud in der 71. Min. ein. In der 74. Min. ging einer der Brüder für Thorgan Hazard vom Feld. Fabian Johnson sah in der 76. Min. gelb. Valentin Stocker sah erst gelb und wurde in der 78. Min. ausgewechselt. Für ihn kam Yanni Regasel, der mit 19 Jahren sein Bundesligadebüt gab. Eine Doppelchance der Berliner brachte die „Alte Dame“ noch mal in der 79. Min. in die Partie. Kurz darauf brachte Hazard in der 82. Min. Baumjohann zu Fall. Der Gefoulte trat selber an und verkürzte auf 1:3. Baumjohann war es auch, der in der 85. Min. haarscharf am Tor vorbei schoss. Auf der anderen Seite verpasste Traore endgültig die Entscheidung. Der schnelle Jarstein parierte in der 87. Min. Kurz vor Spielende nutzte Schubbert seinen letzten Wechsel. Hrgota kam in der 90. Min. für Stindl. Es wurde 1 Min. nachgespielt. Quasi mit dem Schlusspfiff machte Nordtveit, nach Vorarbeit von Marvin Schulz, sein zweites Saisontor in der 91. Min. Nach dem Schlusspfiff stand es 1:4 für die Fohlen.

Nach dem Spiel ging es mit der S-Bahn nach Spandau zu den Spreeborussen in den Ratskeller. Bis die S-Bahn kam, wurde noch ein wenig gefeiert und gesungen. Im Ratskeller wurde SP `85 für die weiteste Anreise geehrt. Wir waren der Meinung, das kann ja nicht sein. Unsere Super-Oma hat aber alles geklärt. Ein Fanclub aus Stuttgart wurde hellhörig, denn sie hatten ja noch eine weitere Anreise hinter sich. Aber naja! Man hätte sich vielleicht anmelden müssen, um bei der Auswahl dabei zu sein. Nach der Borussenparty ging es Richtung S-Bahn und zum Hotel. Morgens nach dem Frühstück trafen wir uns mit Fam. Rompf und machten noch einmal ein wenig in Kultur. Am Brandenburger Tor wurde beschlossen, dass, wenn wir in das DFB-Pokalfinale kommen und dort gewinnen, würden wir 1 Nacht im Adlon verbringen und am nächsten Tag mit einer schwarzen, einer weißen und einer grünen Kutsche durch Berlin fahren. Nach unserem kulturellen Programm verabschiedeten wir uns von Fam. Rompf. Birgit gab uns vor der Abfahrt noch ne Currywurst aus. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es dann auf den langen Weg nach Hause.

PS.: Dank an die Spreeborussen für die Party, an die Super-Oma für eine Super-Stadtführung
und an Popey u. Mascha für die Mitfahrgelegenheit.